Adolph Amberg · "Hochzeitszug"
Stockholms Auktionsverk Köln · Cologne
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6-Flammiger Kandelaber, Porzellan, weiß, gold staffiert, mit Bronzemontierung. Entw. Adolph Amberg, 1904/1908- 1910. Zepter-, Reichsapfel- und Malereimarke. H. 59,5 cm. Über aufgewölbtem Rundsockel mit plastisch aufgelegten Muscheln ein, sich konisch erweiternder, gerippter Palmenschaft mit lanzettförmiger Reliefierung, oberhalb endend in c-förmig umgeschlagenen Blättern im Wechsel mit stilisierten Fruchtständen. Abnehmbare Bekrönung in Blütenkelchform mit vollplastischem, sitzendem Knaben. Sechs geschweifte Leuchterarme mit vasenförmigen Tüllen über runder Traufschale. Feine Goldmalerei mit Vermicelli-Muster. Neben einem Leuchterpaar sind im Modellbuch der KPM vom Oktober 1908 unter der Modell-Nr. 9027 eine Jardiniere und zwei Fußschalen eingetragen. Diese gehören neben weiteren drei Fruchtschalen, zu einem mehrteilig, vielfigurig konzipierten Tafelaufsatz, den Adolph Amberg (1874-1913) schon zur Heirat des preußischen Kronprinzen 1904 modelliert hatte. Da dieser bei Hofe Anstoß erregte, wurde er erst ab 1908 - 1910 von der KPM unter der Leitung von Theodor Schmuz-Baudiss in Porzellan ausgeführt. Das entsprechende Pendant zu diesem Modell ist mit einer Mädchenfigur bekrönt. Neben seinen Entwürfen zur Porzellanausführung, ist der Bildhauer vor allem für seine Silberarbeiten bekannt. Vgl. Kat. Bröhan-Museum, Berliner Porzellan vom Jugendstil zum Funktionalismus, Nr. 186.; I. v. Treskow, Die Jugendstil-Porzellane der KPM, S. 315, Nr. 9027; Krogemann, Berliner Kronprinzensilber, Abb. 49; Westheim, in Deutsche Kunst und Dekoration, 29, 1911/1912, S. 82.
Skick
Partiell berieben mit minimalem Goldabrieb, ein Bronzearm leicht nach unten gebogen.
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